LV Steiermark Judo News

WorldCup Männer - Prag

Ort: Prag
Datum: Samstag, 01. bis Sonntag 02.März 2008

von Franz Bergmann

Judo World Cup in Prag - Andi Mitterfellner (ASKÖ Pöls, -66kg) ausgeschieden.

Dieses Turnier war für den Pölser von enormer Wichtigkeit, denn danach gibt es nur mehr die EM in Portugal, um sich für Peking zu qualifizieren. Ein Stockerlplatz in Prag hätte "die ganze Sache" enorm erleichtert.

Im ersten Kampf gegen den starken Holländer Elmot Dax bestimmte Andreas Mitterfellner das Kampftempo, doch der Holländer zeigte ein paar superschnelle Eingänge zu hidari-seoi-nage, kam aber vorerst nicht durch. Doch dann gelang ihm die Kombination hidari-seoi-nage - o-soto-gari, was leider zu Ippon gegen Andi führte.

Da der Holländer in Folge gegen den Polen Pawel Zagrodnik, dem Finnen Jussi Uotila und den Italiener Giovanni Casali jeweils als Sieger von der Matte ging, und damit Gruppensieger wurde, kam Andi in die Hoffnungsrunde.

Dort wartete als erster Gegner der Pole Pawel Zagrodnik. "Ippon Andi" löste dieses Problem in der letzten Minute des Kampfes durch einen Fußgreifer - Sieg durch eine Waza-ari - Wertung.

Im nächsten Kampf gegen den Finnen Jussi Uotila begann Andi sehr agressiv, was dem Finnen eine Strafe wegen Inaktivität einbrachte. Nach zwei Minuten führte Andreas Mitterfellner durch seinen Spezialwurf Kata-guruma mit Yuko, nachdem er schon vorher durch Shido (Rolle wegen Inaktivität) in Führung lag. Doch der Finne wurde in Folge immer stärker und glich aus: zuerst handelte sich Andi eine Strafe wegen "hinunterziehen" ein, danach folgte ein o-uchi, daher kam es logischer Weise zum Golden Score. Leider gelang dem Finnen dort ein Fußgreifer - Koka.

Andreas Mitterfellner war danach natürlich sehr enttäuscht. In dieser Saison absolvierte er ein enormes Turnierprogramm, was sich schließlich als sehr kräfteraubend herausstellte. Aber das machen in einem Jahr der Olympiaqualifikation mehrere Judoka ebenso. Vielleicht ist es für ihn besser, wenn er bei der kommenden Österreichischen Staatsmeisterschaft in Oberwart nicht startet und sich stattdessen regeneriert, um bei der Europameisterschaft in Portugal seine letzte Chance für die Olympiade zu nützen, denn eine kleine Chance für Peking ist immer noch vorhanden, und Olympia ist sicher wichtiger als alles andere!