LV Steiermark Judo News

KATRIN LEITNER:
HERZLICH WILLKOMMEN - KONNICHIWA - IN ÖSTERREICH !!!

Ort: Zeltweg
Datum: Sonntag, 10.September 2006

von Franz Bergmann; Fotos: Katrin Leitner

Nach einem einjährigen Japanologiestudium an der Meiji-Universität in Tokyo hat Katrin Leitner (Judoteam Zeltweg) nach einem 12-stündigen AUA- Flug am 5. September 2006 in Wien- Schwechat wieder österreichischen Boden betreten. Dass sie - neben ihrem Studium - "natürlich Judo trainiert hat" ist jedem, der die sympathische Obersteirerin kennt - sonnenklar!


Katrin Leitner beim Judotraining an der Meiji-Universität

"Kati" gewann in dieser Zeit tiefe Einblicke in das japanische Judogeschehen und hatte auch die Ehre, zahlreiche japanische Judoheroen persönlich kennen zu lernen. Dies betraf nicht nur die ältere Generation, wie z.B. Hr. Kubota (Polizei Tokyo), welcher schon gegen Axel Eggenfellner und Patrick Reiter gekämpft hatte, sondern z.B. auch den "Rivalen" unseres österreichischen Paradekämpfers "Lupo" Ludwig Paischer, Hr. Egusa Tatsuaki. Katrin beschreibt Hr. Egusa als sehr netten und lustigen Judoka (nachzulesen auf der Homepage des Judoteam Zeltweg - KatisTagebuch).

In diesem 1 Jahr erlebte Kati natürliche sehr viele, aufregende Dinge. Besonders freute die Zeltweger Paradekämpferin das Zusammentreffen mit dem österreichischen Nationalteam der Damen. Da kamen wieder "heimische Gefühle" auf.

Apropos heimische Gefühle: für österreichische Verhältnisse etwas ungewohnt verbrachte sie das Weihnachtsfest 2005. Vormittags noch ein 3-stündiges Judotraining mit dem Judobu der Meiji-Universität und auch danach - sie verbrachte den 24. Dezember alleine in ihrem Zimmer vor dem Fernseher - kam nicht wirklich weihnachtliche Stimmung auf!!!

Trainiert hat Kati in diesem 1 Jahr aber nicht nur an der Meiji-Universität, sondern auch mit dem Frauen-Firmenteam von Komatsu, mit der Polizei in Tokyo und auch an der Elite-Uni Nr. 1 in Japan, der Tokyo Universität.

Obwohl das Studium der Japanologie in diesem einjährigen Japanaufenthalt Priorität hatte, verbrachte Kati die meiste Zeit in irgendeinem Dojo oder im Nippon Budokan in Tokyo, wo die meisten japanischen bzw. auch internationale Wettkämpfe stattfinden. Mit großer Freude durfte sie "live" miterleben, wie Lupo Paischer den Kano-Cup gewinnen konnte. Weitere Highlights waren auch die All-Japan der Frauen und natürlich die All-Japan der Männer, die sich Kati gemeinsam mit Hupo Rohrauer und den Mädels vom österreichischen Nationalteam angeschaut hat, die sich zu dieser Zeit gerade auf Trainingslager in Japan befanden.

Am 2. Juli 2006 konnte Katrin auch an einem Turnier teilnehmen, das an der Meiji-Universität ausgetragen wurde. Das Turnier nennt sich "Hachikosen", was soviel bedeutet wie "Wettkampf von 8 Schulen", bei dem sich also 8 Unis zu einem Wettkampf zusammenfinden und wo in einem Turnier ohne Gewichtsklasseneinteilung der Sieger im Burschen-Teambewerb, als auch im Burschen- und Mädchen- Einzel ermittelt wird. Katrin kämpfte dabei sowohl im Mädchen-Einzelbewerb als auch im Burschen-Teambewerb für das A-Team der Meiji-Universität!!!

Neben dem Judo aber natürlich - wie bereits erwähnt - noch das Studium der Japanologie. Und es war wirklich nicht einfach, denn Katrin musste dabei die normalen Kurse der japanischen Studenten der Meiji-Universitäten belegen und daher auch dieselben Prüfungen absolvieren. Der erfolgreiche Studiumabschluss unterstreicht ihren Ehrgeiz und ihr Engagement.

Alles in allem scheint dieser einjährige Japanaufenthalt, sowohl was das Studium der japanischen Sprache als auch das Judo betrifft, eine sehr wichtige Erfahrung im Leben von Katrin gewesen zu sein und sie konnte dabei sehr viel lernen und Neues kennen lernen. Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz und in den Ferien konnte Katrin auch ein wenig herumreisen und ihre japanischen Verwandten besuchen. Highlight dabei war ein "Kurzurlaub" auf der japanischen Insel Okinawa.

Außerdem war sie auf "Ski-Trainingslager" und "Judo-Trainingslager mit dem Judobu der Meiji-Universität, sie schaute sich ein Fußballspiel der japanischen J-League an und natürlich auch ein Baseball-Spiel im Tokyo Dome, usw. usw. Ein sehr inhaltsreicher Japanaufenthalt, der am 5. September 2006 mit der Ankunft in Wien-Schwechat zu Ende gegangen ist.

Liebe Katrin: Der Steirische Judoverband freut sich schon riesig auf deine nächsten Mattenauftritte. GANBATTE! Was soviel bedeutet wie "Streng Dich an! (auch im Sinne von ‚Alles Gute'!)" - eine wortwörtliche Übersetzung gibt es für diesen immer und überall verwendeten japanischen Ausdruck ja leider nicht!

 


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