LV Steiermark Judo News

TRAININGSLAGER JAPAN

Ort: Katsuura Universität
Datum: Freitag 21.November bis Samstag 14.Dezember 2003

von Gernot Wenzel / Union Leibnitz (am 09.12.03)

Die Judoka der Union Sparkasse Leibnitz absolvieren zur Zeit ein Trainingslager an der Universität von Katsuura.
Es ist nach 1997 das zweite Mal, dass eine Leibnitzer Abordnung zu dieser Universität zum Trainieren kommt.
Die Sportler Ribitsch Stephan, Hafner Wolfgang, Popp Philipp und Bertagnoli Martin nehmen am Training mit den Trainern Tiran Albert und Wiesner Norbert vom 21. November bis 14. Dezember teil.
Norbert Wiesner begann vor 1997 mühsam den Kontakt zur Universität herzustellen, denn es ist nicht selbstverständlich, dass man in Japan einfach so zum Judo-Training kommen kann.

Doch mittlerweile ist daraus eine Freundschaft entstanden, und es konnte sogar dabei geholfen werden eine Trainerin von der Katsuura Universität zum Judoklub Sangaku Celje zu vermitteln.

Wie gesagt ist diese Uni im Judolager sehr bekannt, nicht nur auf Grund der zahlreichen Studenten, die dort täglich ihre Kräfte messen, sondern vor allem durch die Trainerpersönlichkeit Katsuhiko Kashiwazaki.

Katsuhiko Kashiwazaki ist 5-facher Japanischer Meister, 1975 gewann er in Wien bei den Weltmeisterschaften Silber (-63kg), und schon in "fortgeschrittenem" Alter krönte er seine aktive Laufbahn mit dem Weltmeistertitel 1981 (-65kg) in Maastricht.
Kashiwazaki war auf Grund seiner Verletzungen an den Ellbögen bereits in der Highschool gezwungen das Training für sich anzupassen. Er erfand seinen eigenen Stil des Yoko Tomoe nage, den Furiko Tomoe-nage.
Er war ebenfalls als Meister des Ne-waza bekannt, besonders die Shime- und Osae-komi- waza waren seine Spzialtechniken, über die er auch schon mehrere Bücher verfasste.

Nach den letzten Neuigkeiten aus Japan geht es unseren Burschen der Belastung entsprechend. In der selben Zeit trainiert auch das österr. Nationalteam mit Klaus-Peter Stollberg an der selben Uni, um sich für die Weltcupsaison vorzubereiten. Bei dieser Gelegenheit wünschen wir dem Andreas Mitterfellner (Askö Pöls) alles Gute, und dass der Weg nach Athen nicht zu steinig sei!

Der Tagesablauf ist für unsere Sportler, die nun mehr als die Hälfte der Trainings absolviert hat, nicht mehr sehr aufregend.
Von Montag bis Freitag wird täglich mind. 3 Stunden trainiert, und am Samstag natürlich auch. Also kurz gesagt, sie schlafen, essen, trainieren, schlafen, essen, trainieren......

Am Sonntag werden sie nach Tokio fahren, um sich andere Eindrücke beim Einkaufen zu machen.

Wir hoffen natürlich, dass sich der Aufwand lohnen wird, und dass das Projekt ÖM 2004 in Leibnitz, an dem wir schon seit diesem Sommer arbeiten, Früchte tragen wird.
Denn man muss sagen, dass die Sportler Popp und Bertagnoli von ihren fünf Wochen Urlaub vier für diverse Trainingslager nützen, und die meiste Zeit ihrer freien Zeit ebenfalls an Technik, Körper und Geist arbeiten!

Abschließend möchte ich noch sagen, dass der Erfolg nur über sehr harte Arbeit zu erreichen ist, und wir haben in den letzten eineinhalb Jahren rund um diese Sportler sehr hart gearbeitet, ohne auf den Nachwuchs- und Breitensport zu vergessen.
Wir, angefangen von den Judoka, Freunden, Eltern und den guten "Vereinsgeistern", haben diese Strapazen gerne auf uns genommen, und werden es gerne weiterhin tun, denn diese Burschen sind die "Opfer", die wir bringen, einfach wert !!!